Vielleicht leben wir hier auf der Erde schon im Himmel

Im Modus der Angst verhalten sich viele Menschen aktionistisch. D.h. man rennt einfach los, ohne sich über die richtige Richtung und die Folgen der eigenen Schritte klar zu sein. Und je mehr Menschen rennen, desto größer wird der Druck, auch mit zu rennen und endlich etwas zu tun, egal was …

Auch im Bereich der Spiritualität gibt es dieses Phänomen. Ein Virus taucht auf, und viele rennen los und sagen: Was können wir dagegen tun …

Nichts gegen jegliche gute Aktion, aber vielleicht sieht eine angstfreie Betrachtung, dass das Virus möglicherweise sogar eine Antwort auf die Gebete von Greta Thunberg ist und all derer, denen die Erde am Herzen liegt … Alles wird jetzt heruntergefahren: Kontakte, Aktivitäten, Tempo – und man beginnt zu merken, dass das Hamsterrad, in dem wir uns „normalerweise“ befinden, vielleicht gar nicht die Form von Leben ist, die erstrebenswert ist.

Von daher ist ein „Kampf“ gegen das Virus letztlich gar nicht dadurch zu gewinnen, dass man darauf nur medizinisch-virologisch antwortet – die Betonung liegt auf „nur“ medizinisch-virologisch, weil natürlich medizinische Hilfe bei Betroffenen sinnvoll und notwendig ist.

Aber möglicherweise liegt der entscheidende Schritt im „Kampf“ gegen das Virus darin, dass wir Menschen uns ändern: uns, unsere Lebensweise, unseren Umgang mit dem Planeten. Mit anderen Worten: Dass wir begreifen, dass das, was wir jetzt gezwungenermaßen tun: herunterfahren, Mitmenschlichkeit zeigen und Mitgefühl in den Vordergrund rücken, die einfachen und kleinen Dinge des Alltags mit Dankbarkeit wahrnehmen, die Präsenz von Familie und Freunden hochschätzen, die wir normalerweise achtlos als selbstverständlich erachten und die Schönheit des Lebens erfahren, indem wir rausgehen in die Natur, an die frische Luft – dass wir begreifen, dass all diese Dinge, die wir jetzt „gezwungenermaßen“ tun, Sinn machen und uns weiterbringen, mehr zu uns selbst und zu einer tiefen Harmonie mit dem Leben und der Erde.

Ich fühle in den letzten Tagen ein befreiendes Aufatmen der Erde. Wenn das das Ergebnis dieser Krise ist, dann liegt in dem Ganzen vielleicht wirklich ein tieferer Sinn und Segen. Ich für meinen Teil glaube fest daran, dass es Wege gibt, wie der Mensch und die Erde in Harmonie leben können, zum Wohle aller … Wie ein Weiser unserer Tage einmal gesagt hat: „Vielleicht leben wir hier auf der Erde schon im Himmel – nur, wir kapieren es nicht und machen es durch unsere Gedanken und Aktivitäten kaputt.“ Wie wahr, wenn man seine Augen öffnet und mit dem Herzen sieht.

Dr. Klaus Wolff

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Dr. Klaus Wolff - Heilpraktiker/ Psychotherapie

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